Autoklaven

Autoklaven

Das Verfahren

Fertiggerichte können je nach der gewünschten Produktqualität und Produktfrische sowohl pasteurisiert als auch sterilisiert werden. Im Falle der Pasteurisation kann der Autoklav zwischen 90 bis 95 °C arbeiten, sogar bis zu 105 °C in einigen Fällen. Der Gegendruck im Autoklaven ist dann unentbehrlich. Darüber hinaus ermöglicht der Durchgang im Autoklaven ebenso eine schnelle Abkühlung der Produkte, bei der eine Temperatur im Kern von +4 °C erreicht werden kann. Dadurch kann der Temperaturbereich zwischen 30 °C und 10 °C, bei dem sich Mikroorganismen entwickeln, schnell überwunden werden, und das Produkt kann vom Ausgang des Autoklaven direkt zum Lagerkühlraum transportiert werden.

Vorteile vom Autoklaven:

  • sehr hohe Zuverlässigkeit
  • sehr effizientes Verfahren
  • geringe Wartungskosten
  • präziseste Druckregulierung
  • kostengünstiges Verfahren

Technische Lösungen

Um den technischen Belastungen der neuen Generation von Konserven nachzukommen, hat sich das Angebot an Maschinen entwickelt. Bedeutende Arbeiten wurden für die Steuerung des Gegendrucks durchgeführt. Im Autoklaven ist die Temperatur vom Druck unabhängig, was eine sehr präzise Druckregulierung ermöglicht.

Vollwasser-Gegendruckautoklaven

Die Energiereserve im Speicherkessel ermöglicht eine extrem kurze Aufheizzeit. Durch die Umspülung der Behältnisse mit Wasser ist die Wärmeübertragung in das Produkt gleichmäßig von allen Seiten gewährleistet. Ein perfektioniertes Umwälzsystem garantiert eine gleichmäßige Temperaturverteilung. Der entstehende Auftrieb im Vollwasserverfahren entlastet empfindliche Verpackungen wie Schalen, Beutel etc. Druckspitzen werden mittels Gegendruckregelung mit Dampf im Speicherkessel zuverlässig vermieden und die Belastung von Material und Siegelnähten dadurch minimiert. Es handelt sich um einen Sterilisationsprozess unter Luftabschluss, eine Oxidation der Produkte ist ausgeschlossen. Durch die gleichmäßige und schnelle Abkühlung der Produkte wird ein thermischer Schock sowie Nachgaren verhindert. Die hohen Temperaturen, die schnell im Füllgut wirken, sichern in kürzester Zeit den erforderlichen Sterilisationswert (F-Wert).

Berieselungsautoklav

Berieselungsautoklav

Übersprühung

So wie beim Vollwasser-Autoklaven ist auch im Berieselungs-Autoklaven das Wasser der Wärmeträger – aber mit einem wesentlich geringeren Energiebedarf. Dieses Prinzip hat über mehrere Jahre gezeigt, dass es bei allen Verpackungen – auch bei großen Beuteln – mit hoher Effizienz und bestmöglicher Leistung funktioniert. Bei einigen Produkten kann die schon sehr hohe Wärmeübertragung durch eine Rotationsbewegung nochmals erhöht werden. Damit können Prozesszeiten signifikant reduziert werden.