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Hohe Dosiergenauigkeit mit Klinger-Mehrkopfwaagen
Zum Abfüllen stückiger Füllguter in der Lebensmittelindustrie haben sich in den letzten Jahren elektronische Mehrkopfwaagen durchgesetzt. Besonders in den trockenen Produktionsbereichen (Süßwaren, Snacks, Cerealien ...) gehören Selektionswaagen zur Standardausrüstung vieler Verpackungslinien. Inzwischen stehen Wiegesysteme zur Verfügung, die speziell für den rauhen Einsatz auch in der Tiefkühl-, Konserven- und Feinkostindustrie konzipiert sind.
Uwe Amend (
Telefon 0 21 54 / 91 38-11 | Fax 0 21 54 / 31 66
E-Mail amend@florin.de
Die Klinger Waagentechnik hat sich auf dieses schwierige Spezialgebiet der Lebensmittelindustrie konzentriert. Die Elektronik der Waagen ist außerordentlich robust und für den Betrieb im normalen Produktionsbereich der Konserven-, Feinkost und Tiefkühlindustrie geeignet.
Für Reinigungs- und Wartungszwecke sind die Waagen sehr gut zugänglich und leicht zu demontieren. Sie entsprechen höchsten hygienischen Anforderungen. Die Waagen können mit den unterschiedlichsten Verpackungsmaschinen wie Beutelmaschinen, Tiefziehmaschinen, Schalenlinien sowie Gläser- und Dosenlinien kombiniert werden. Auch für schwierige Aufgabenstellungen konzipiert die Florin GmbH zusammen mit der Firma Klinger und Spezialmaschinenbauern, wie z. B. der Firma Niko, komplette Abfüllsysteme von der Produktaufgabe bis zur schonenden Übergabe in die Verpackung.
Grundaufbau der Waage:
- 10, 14, 16 oder mehr sternförmig angeordnete Vorratsbehälter, die von einem mittig aufgebauten Vibrations- Verteilerhut über Vibrationsdosierrinnen befüllt werden.
- Entsprechende Anzahl Wiegebehälter, unter den Vorratsbehältern angeordnet.
- Gewichtsabhängige Niveauabfrage des Verteilerkegels über Wiegezelle mit Gewichtsabschaltung.
- Motorisch angetriebener Verteilerhut mit vorwählbarem Links-/Rechtslauf und Intervallschaltung.
- Grundrahmen der Waage in schwerer Rohrkonstruktion komplett aus Edelstahl 4301.
- Mittelturm mit Vibrationsantrieben, Einschüben und Elektronikinseln IP 65.
- Waage in spezieller Ausführung für TK-, Konserven- und Feinkostprodukte für Feuchtraumbetrieb ausgelegt (Option).
- Verteilerteller, Förderrinnen und Waagschalen produktspezifisch aufgebaut und aus Edelstahl 4301 gefertigt, Oberflächen auf Wunsch poliert.
- Einlaufkranz über dem Verteilerkegel montiert.
- Waagschalenklappen mit mechanischer Selbstverriegelung.
- Öffnen und Schließen der Behälterklappen über Schrittmotore mit Positionsabfrage garantiert einen langen, wartungsfreien und sicheren Betriebsablauf sowie wiederholgenaue Funktionsschritte.
- DMS-Wiegezellen mit vertikaler und horizontaler Überlastsicherung.
- Wiegezellen, Öffnungsantriebe und Steuerplatinen steckbar auf einem Einschub montiert. (Bei einer Störung wird der komplette Einschub in kürzester Zeit herausgezogen.)
- Zusammenführen und Übergeben der Produkte mit Sammelrutschen aus Edelstahl 4301.
Spezifikation der Waagenelektronik IPC 300:
- IPC gesteuerte, 32 Bit Wiegeelektronik mit dezentralen, intelligenten Inseln.
- Durch die hochmoderne modulare Bauweise wird die Verfügbarkeit der Waage erheblich gesteigert.
- Einfache Bedienung der Waage durch die Kombination von einem 10.4"-Monitor-Farbdisplay mit "Touchscreen"- Bedieneinheit und Klartext- Menüführung (intelligentes Computersystem).
- Alle wichtigen Anzeigen sind im Hauptbild verfügbar.
- Warnungen und Fehlermeldungen werden in "Windows-Technik" im Klartext eingeblendet.
- Alle Eingaben werden auf Plausibilität geprüft.
- Leichte Programmerstellung nur durch Eingabe von Gewicht und Leistung.
- Einstellwerte für 100 verschiedene Produkte speicherbar. Optional: Erweiterung des Programmspeichers.
- Über ein eingebautes Floppy-Laufwerk lassen sich Einstellwerte, Statistiken, Produktionsdaten und Daten für eine BDE problemlos auf Diskette speichern und über einen vorhandenen PC auswerten bzw. ausdrucken.
- Standardschnittstelle für Druckeranschluss.
- Kopplung an zentrale EDV möglich (Option).
- Service-Mode zum Überprüfen der Waage.
- Die Förderintensität von bis zu vier Zuführbändern/Vibratoren kann im Produktdatenspeicher der Waage abgespeichert und hinterlegt werden (Option).
- Potentialfreie Synchronisation mit allen gängigen Verpackungsautomaten und Fülllinien.
- Optische Anzeige der Synchronisation Waage/VP.
- Frei programmierbare Unter- und Übergewichtstoleranzen.
Eine häufige Anwendung von Klinger- Mehrkopfwaagen in der Fleischwaren- und Fertiggerichtindustrie ist das Verwiegen von gegartem Gulasch, geschnittenem oder gefrorenem Fleisch sowie Wurststücken.
Beispiel
Verwiegen von 300 g gegartem Gulasch über eine 16-Kopf-Memory- Waage in eine Dosenfülllinie.
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| Abb. Mehrkopf- waage |
Über einen gewogenen Mittelhut, welcher die Zuführung (Produktzuführband, Elevator) steuert, wird das Fleisch über Vibrationsrinnen in die Vordosierbehälter gefördert, wobei die Menge über Dauer bzw. Vibrationsstärke grob bestimmt werden kann. Anschließend wird die vordosierte Menge in den Wiegebehälter übergeben.
Die Steuerung ermittelt, aus welcher Kombination das Endgewicht am genauesten erreicht wird unter Beachtung der vorgegebenen Min.-/Max.-Grenzen. Wird eine Teilmenge nicht zur Kombinationsfindung benötigt, wird diese in den Memory-Behälter übergeben. Dadurch wird die Kombinationsfindung der 16-Kopf-Waage auf 32 Behälter erweitert. Dies ermöglicht eine höhere Dosiergenauigkeit und eine Steigerung der Linienleistung. Die ermittelte Kombination wird in den Sammelbehälter übergeben. Dieser wirft das Produkt mittels der synchronisierten Übergabestation direkt in die zu befüllenden Dosen.
Mit Hilfe der Klinger-Mehrkopfwaage wird im kontinuierlichen Durchlauf bei diesem schwer abzufüllenden Füllgut eine Leistung bis 120 Dosen/min. erzielt.
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