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Ferrum goes Plastic - Vakuum-Begasungs-Siegelmaschine
Die Ferrum AG in CH-Rupperswil hat die weltweit erste Vakuum-Begasungs-Siegelmaschine gebaut, mit der sich Lebensmittel in einem kontinuierlichen Prozess unter Inertgas-Atmosphäre verpacken lassen – und das mit Hochleistung. Bis zu 400 Behälter evakuiert, begast und versiegelt die VGS pro Minute. Weitere Vorteile: Die Rundläufer-Maschine ist modular aufgebaut und deshalb nach Bedarf erweiterbar. Zudem arbeitet sie äußerst sparsam – und das in mehrerlei Hinsicht, so das vor allem bei hohen Stückzahlen eine rasche Amortisierung möglich ist.
Ferrum ist das lateinische Wort für Eisen – ein durchaus nachvollziehbarer Name für eine Firma, die seit 1917 Maschinen baut, die Metall verarbeiten. Der Geschäftsbereich Conserventechnik des Unternehmens mit Sitz in Schafisheim erzielt nämlich seinen Hauptumsatz mit der Entwicklung und dem Bau von Dosenverschließern für die Getränke- und Lebensmittelindustrie. Mit Vakuumverschließmaschinen für Mais in Dosen ist Ferrum sogar internationaler Marktführer. Und auch für empfindliche Trockenprodukte, die in Metallbehälter verpackt werden, wie z.B. gemahlener und löslicher Kaffee oder Milchpulver, hat das Unternehmen die passenden Vakuumverschließer im Programm.
Vom Bördeln zum Siegeln
Mit ihrer neuesten Entwicklung, der so genannten VGS (Vakuum-Gassing-Sealing-Machine),
hat die Ferrum AG Neuland betreten – und das in Bezug auf die Behälter und
auf die Art und Weise, wie diese verschlossen werden: Die Kunden, für welche
die VGS entwickelt wurde, möchten damit nämlich keine Metalldosen, sondern
in erster Linie Behälter aus Kunststoff verschließen. Sämtliche
Dosen- und Vakuumverschließer, die Ferrum vor der VGS gebaut hat, setz
en starre Metallböden oder Deckel in Dosen ein und verschließen diese durch
Bördeln. Bei den Kunststoffcontainern, die Kunden mit der VGS verschließen
möchten, ist dieser Verschließprozess prinzipiell nicht machbar und deshalb
musste man eine Maschine bauen, die Siegelfolie aus Kunststoff und Aluminium
verarbeiten kann. Es handelt sich hier um die bisher erste Siegelmaschine
in der Firmengeschichte.
Den Gesamtprozess neu durchdacht
Die Techniker und Ingenieure bei Ferrum haben beim Betreten des Neulandes ganze Arbeit geleistet: Denn anstatt eine "normale" Maschine zu entwickeln, die befüllte Behälter auf die gängige Art evakuiert, begast und versiegelt, hat das Entwicklungsteam den gesamten Verschließprozess – von der Zuführung der Siegelfolie über das Evakuieren und Begasen bis hin zum Siegeln – kritisch unter die Lupe genommen.
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| Abb. VGS |
Man hat sich zum Ziel gesetzt, mit der Neuentwicklung den gesamten Ablauf effizienter zu gestalten. Auch mit dem geringen Verbrauch an Siegelfolie, Inertgas und einem Minimum an verbleibendem Restsauerstoffgehalt will man neue Maßstäbe setzen. Und die neue Hochleistungsmaschine sollte außerdem problemlos modular erweiterbar sein. Das Ergebnis der Entwicklungsarbeit, die VGS, ist eine Vakuum-Begasungs-Siegelmaschine, die in Bezug auf ihre Konstruktion und ihre kontinuierliche Arbeitsweise bisher einmalig ist. Beides wird durch Kammersysteme möglich, die auf einem Rundläufer angeordnet sind. Die modular aufgebaute VGS gibt es derzeit in einer Ausführung, eine größere Variante ist aber ebenfalls geplant. Der Rundläufer der VGS 20 ist mit 20 Kammern ausgestattet und kann in dieser Ausführung bis zu 200 Behälter pro Minute kontinuierlich versiegeln. Auf dem Rundläufer des geplanten grösseren Modells haben 40 Kammern Platz.
Gestanzte Folie automatisch zuführen
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| Abb. Siegelfolie wird übergeben |
Den zum Ziel gesetzten geringen Folienverbrauch hat Ferrum durch eine Offline-Stanzeinheit realisiert, die von einer Partnerfirma gebaut und von Ferrum in die Maschine integriert wurde. Auf diese Weise sind die Deckelfolien lageunabhängig und können so ausgestanzt werden, dass die Folienbahnen in Abhängigkeit von der Geometrie der Deckelfolien optimal ausgenutzt werden können. Die einzelnen ausgestanzten Folien werden der VGS bzw. den einzelnen Kammern automatisch zugeführt.
Für jeden Container eine separate Kammer und ein Siegelwerkzeug
Parallel zum Ausstanzen und Zuführen der Deckelfolien werden die befüllten Kunststoffbehälter mit einer Förderschnecke, die für stabilen Stand und korrekten Abstand sorgt, zu den Kammern transportiert, die auf dem Rundläufer angeordnet und mit Siegelwerkzeugen kombiniert sind.
Das Evakuieren, Begasen und Versiegeln läuft folgendermaßen ab: Je eine zugeführte Deckelfolie wird automatisch im Siegelwerkzeug plaziert und je ein befüllter Behälter gelangt in die zugehörige Kammer. Die Kammer schließt sich hermetisch. Anschließend erfolgen die automatische Evakuierung, das Einleiten von Inertgas und das Verschließen des Behälters mit der Siegelfolie. Siegeldruck, Temperatur und Zeit werden kontinuierlich überwacht.
Kostensparender und kontrollierbarer Prozess
Die Maschine bietet ein interessantes Sparpotenzial. Die einzelnen Kammern bieten den Vorteil, dass der Raum, der evakuiert und begast werden muss, sehr klein ist. Jede Kammer ist ein abgeschlossenes System, das mit eigenem Siegelwerkzeug und eigenen Leitungen für die Evakuierung und die Begasung ausgestattet ist. Dadurch wird zum einen nur ein Minimum an Intertgas verbraucht und zum anderen ist der Prozess kontrollierbar. Mit Messgeräten, die ebenfalls an den Kammern angeschlossen sind, können wir den Restsauerstoff in jeder einzelnen Kammer und dadurch in jedem einzelnen Produkt kontrollieren und protokollieren. Dank dieser Messungen kann die Aussage getroffen werden, dass Produkte, die mit dieser Maschine versiegelt wurden, einen Restsauerstoffgehalt von weniger als 0,5 Prozent aufweisen können. Eine runde Sache, nicht nur für runde Behälter. Übrigens kann die VGS noch mehr, als nur runde Behälter auf diese Kosten sparende Weise unter Hochleistung mit Kunsstofffolie zu versehen. Sie eignet sich zum Verschließen jedes beliebigen Behälterquerschnitts und ist in der Lage, die Siegelfolie passgenau zu positionieren.
Neben Kunststofffolie kann die Rundläufermaschine auch Aluminiumfolie auf Behälter siegeln, die ebenfalls foliensparend offline ausgestanzt werden.
Uwe Amend (
Telefon 0 21 54 / 91 38-11 | Fax 0 21 54 / 31 66
E-Mail amend@florin.de
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